Bahnhof München Olympiastadion
16. März 2010 | Veröffentlicht von in LocationsAm Freitag war ich mit Arbeitskollegen auf Fototour zum alten S-Bahnhof Olympiastadion. Es war ein sehr schöner und spannender Tag und es sind jede Menge Fotos entstanden.
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Die Bearbeitung dieser wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Sobald alles fertig ist, werde ich noch einen gesonderten Artikel mit den Bildern veröffentlichen. Vorab wird es aber nach und nach schon eine Auswahl bei Flickr zu bewundern geben.
Der ehemalige S-Bahnhof Olympiastadion im Norden Münchens wurde im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele gebaut, um für die großen Besucherströme neben der Münchner U-Bahn mit der Münchner S-Bahn ein zweites leistungsfähiges Transportmittel zum Olympiagelände zur Verfügung zu stellen.
Kurz vor den Olympischen Sommerspielen 1972, am 28. April 1972, wurde der Bahnhof erstmals angefahren. Während der Spiele hielten dort die S-Bahnlinien S5, S11 und S 25, um den Besucheransturm zu bewältigen. Nach den Olympischen Spielen war er nicht mehr in das reguläre S-Bahnsystem eingebunden, sondern wurde erst nur sporadisch und ab dem 8. August 1984 dann regelmäßig von der S8 und der S11 bei allen Fußballspielen im Olympiastadion angefahren.
Der Bahnhof bestand aus zwei Mittelbahnsteigen und insgesamt vier Gleisen, von denen die zwei östlichen hier endeten. Die beiden anderen Gleise führten weiter nach Süden; dort befanden sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dieEisenbahnstrecke München–Landshut, später ein Anschlussgleis zu Kasernen an der Dachauer Straße und noch während des Betriebs des Bahnhofs eines zum damaligen Gaswerk der Stadtwerke München. Angefahren wurde dieser Bahnhof über den sonst nur für den Güterverkehr genutzten Nordring der DB. Während der Olympischen Spiele 1972 wurde der Verkehr sowohl von Osten über Johanneskirchen als auch von Westen über Allach und Moosach abgewickelt, später nur von Westen.
Aufgrund eines tragischen Unfalls spielender Kinder, bei dem diese auf dort abgestellte Kesselwagen geklettert und mit der Fahrleitung in Berührung gekommen waren, wurde der überwiegend ungenutzte Bahnhof nach dem Ende der Fußball-Europameisterschaft 1988 am 8. Juli 1988 geschlossen. Zunächst wurde die Fahrleitung abgeschaltet und bald darauf demontiert. Der Bahnhof ist seither dem Verfall preisgegeben und gilt daher nun als Geisterbahnhof.
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