NAS-Backup mittels rsnapshot

31. August 2010 | Veröffentlicht von Chris in Infrastruktur

Mit der im Synology DiskStation Manager 2.3 eingebauten Sicherung können keine inkrementellen Sicherungen gemacht werden. Bei Änderungen werden die Dateien im Backup überschrieben, nach dem Löschen verschwinden diese auch aus dem Backup. Zwar gibt es eine Option, um den zweiten Punkt zu verhindern, dann kann aber der Speicherplatzverbrauch für das Backup schnell enorm riesig werden.

Die Lösung dafür ist rsnapshot, ein Tool zur Erstellung von inkrementellen Datensicherungen, wobei Hardlinks zum Einsatz kommen. rsnapshot basiert auf rsync.

Zuallererst legt man ein Zielverzeichnis für die Backups an. Ich verwende meine erste Festplatte für die Daten, die zweite für die Backups.

Wichtig ist hierbei, dass das standardmäßige Backup nicht aktiv ist.

rsnapshot kann nun auf der Konsole mittels ipkg installiert werden.

[bash]ipkg update && ipkg install rsnapshot[/bash]

Anschließend müssen einige Zeilen in der Datei rsnapshot.conf angepasst werden.

[bash]vi /opt/etc/rsnapshot.conf[/bash]

Achtung: Keine Leerzeichen, nur Tabs verwenden und alle Pfade müssen mit “/” enden!

[bash]snapshot_root /volume2/Backup/
no_create_root 1
interval daily 7
interval weekly 4
backup /etc/ localhost/
backup /opt/etc/ localhost/
backup /opt/tftpboot/ localhost/
backup /volume1/Fotos/ localhost/
backup /volume1/Internet/ localhost/
backup /volume1/NetBoot/ localhost/[/bash]

Damit werden die Sicherungen im vorher erstellten Verzeichnis “/volume2/Backup” erstellt. Mit dieser Einstellung werden 7 tägliche und 4 wöchentliche inkrementelle Datensicherungen aufgehoben. Dies kann man nach den eigenen Bedürfnissen und dem zur Verfügung stehenden Platz anpassen.

Um das Ganze zeitgesteuert auszuführen, müssen noch Cron-Jobs erstellt werden.

[bash]vi /etc/crontab[/bash]

[bash]0 4 * * * root /opt/bin/rsnapshot daily
0 2 * * 0 root /opt/bin/rsnapshot weekly[/bash]

Damit wird die tägliche Sicherung um 4 Uhr und die wöchentliche am Sonntag um 2 Uhr gestartet.

Nun muss nur noch der Cron-Prozess neu gestartet werden

[bash]/usr/syno/etc/rc.d/S04crond.sh stop
/usr/syno/etc/rc.d/S04crond.sh start[/bash]

Wenn alles funktioniert sollten sich nach einigen Tagen mehrere Backup Stände im Zielverzeichnis befinden.

Zurückspielen kann man die Dateien mittels der üblichen Konsolenbefehle (cp, rsync, …).

Folge allen Antworten zu diesem Artikel durch den RSS 2.0 Feed. Du kannst einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>